Japanischer Satellit „Ibuki“ auf Klimamission

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  • Japanischer Satellit „Ibuki“ auf Klimamission
    25.01.2009 16:44

    Am 23. Januar 2009 wurde die Rakete vom Tanegashima Space Center aus in den Weltraum geschossen, die den zwei Tonnen schweren Klimasatelliten in eine Höhe von 660km brachte. Entwickelt wurde dieser Satellit von der japanischen Weltraumagentur JAXA. Dieser "Greenhouse Gases Observing"- Satellit (GOSAT), auch bekannt unter "Ibuki" (japanisch für "Atem"), soll nun die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre messen.

    "Ibuki" umrundet nun die Erde 14-Mal pro Tag , befindet sich alle drei Tage an der selben Stelle und ermöglicht die Messung der Dichte von Kohlenstoffdioxid und Methan an 56.000 Punkten der Erdatmosphäre. Davor wurden von der Erde aus Messungen an etwa 300 Stationen durchgeführt, die meisten davon auf der Nordhalbkugel. Mit "Ibuki" wird somit eine bisher unerreichte Genauigkeit ermöglicht.

    Für die Messung besitzt der Satellit zwei Sensoren, ein Fourier-Transformations-IR-Spektrometer (FTS) und ein Lidar System (CAI). Das FTS sendet Licht in unterschiedlichen Frequenzbereichen aus und schließt durch die Wechselwirkung des Lichts mit den Gasen auf deren Zusammensetzung und die Treibhausgasdichte. Das CAI registriert dagegen dünne Wolken, atmosphäreneigenen Wasserdampf oder sonstige Schwebstoffe (Aerosole), um damit Fehler des FTS zu korrigieren.

    Die daraus gewonnen Daten werden von mehr als 50 Forschungsgruppen aus aller Welt ausgewertet. Die Wissenschaftler erhoffen sich damit nicht nur Information über die Konzentrationen der Klimagase, sondern auch über deren Quellen und Senken. Nur 50 Prozent der aus der Verbrennung von fossilen Rohstoffen oder bei der Landnutzung emittierten Kohlenwasserstoffe bleiben auch in der Atmosphäre. Der größte Teil wird wieder von den Wäldern und Ozeanen aufgenommen, welche somit als Senken fungieren. Trotz des Wissens über die Funktion der Wälder und Ozeane schätzt Paul Palmer, Teilnehmer der Mission von der University of Edinburgh, dass eine bedeutende Senke noch nicht gefunden wurde, die jährlich weitere 1 bis 3 Milliarden Tonnen aufnimmt. Die Mission soll darüber Aufschluss geben.

    "Ibuki" soll fünf Jahre lang unterwegs sein. Von der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA ist aber bereits ein weiterer Satellit entwickelt worden: OCO, kurz für "Orbiting Carbon Observatory"-Satellit. Dieser soll Ende Februar diesen Jahres ins All gebracht werden. Zusammen mit "Ibuki" wird dieser zwar den gleichen Parameter - die Konzentration der Treibhausgase CO2 und Methan - messen, die Ziele der Missionen unterscheiden sich aber: Während OCO hauptsächlich Treibhausgas-Senken finden soll, wird GOSAT dagegen die Quellen ausfindig machen. Zusätzlich sollen diese beobachtet werden, um die Einhaltung weltweiter Verträge aus dem Kyoto-Protokoll sicherzustellen.

     (Hinweis: Bestimmte Rechte an den Bildern vorbehalten.)

    Von: Alexandra Mittermeier

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