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Absturz des NASA-Klimasatelliten26.02.2009 20:04
Die genauen atmosphärischen chemischen und dynamischen Prozesse in Zusammenhang mit den treibhauswirksamen Gasen sind noch lange nicht im Detail bekannt. Deshalb hat die japanische Weltraumagentur Ende Januar 2009 den Klimasatelliten "Ibuki" losgesandt. Am 24. Februar sollte von der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA der "Orbiting Carbon Observatory"-Satellit (kurz "OCO") folgen, um bei der Bestimmung der Treibhausgas-Senken zu helfen (siehe Klima-News vom 25.01.09).
Der Start des OCO (siehe Abbildung 1) ist aber gescheitert. Nur wenige Minuten nach dem Start stürzte die Trägerrakete (siehe Abbildung 2) mit dem 450kg schweren Satelliten in den Indik nahe der antarktischen Küste. Ursache war, dass die Nutzlastverkleidung der Trägerrakete vom Typ Taurus XL sich nicht vom Satelliten trennte. Die Gesamtmasse war damit zu hoch und beide fielen wieder zurück auf die Erde.
Pressekonferenz nach dem Absturz (englisch)
Für die Klimaforschung ist dies ein herber Rückschritt. Mit OCO wäre es möglich gewesen, erstmalig Informationen über die geographische Verteilung der Kohlenstoffdioxid-Quellen und vor allem deren Senken zu erhalten. Und das in einer bisher nie dagewesenen Genauigkeit.
Dazu sollte OCO zwei Jahre lang weite Teile der Erdoberfläche alle sechzehn Tage vermessen. Dazu war angedacht, den Satelliten in die "A-Train"-Konstellation (auch "Earth Observing System Afternoon Constellation" genannt) einzubringen (siehe Abbildung 3). Dabei befinden sich fünf Satelliten in einer gemeinsamen Umlaufbahn in einer Höhe von nur 705 km und einem geringen Abstand zueinander. Die Daten der Satelliten ergänzen sich, da sie die gleichen Gebiete mit nur wenigen Minuten Zeitunterschied überqueren und somit verschiedene Parameter des gleichen Wetterzustandes liefern. OCO sollte dabei den sechsten Satelliten darstellen.
Die Kosten der Mission beliefen sich auf 280 Millionen US-Dollar. Finanziert wurde es von NASAs "Earth System Science Pathfinder"-Programm.
Von: Alexandra Mittermeier
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